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Die besten Landschaftsfotografen Deutschlands für Naturfotografie
Ein Berggipfel oder ein Küstenstreifen wartet nicht auf den Fotografen – Wetter, Licht und Jahreszeit bestimmen, ob eine Landschaftsaufnahme gelingt oder ausfällt. Diese Übersicht erklärt, was professionelle Landschaftsfotografie technisch verlangt. Sie stellt zwei Fotografen vor, die dieses Genre aus Deutschland heraus auf sehr unterschiedliche Weise geprägt haben. Beide zählen zu den besten Landschaftsfotografen Deutschlands im Bereich der zeitgenössischen Naturfotografie.
Was professionelle Landschafts- und Naturfotografie technisch verlangt
Anders als im Studio lässt sich Licht in der Landschaftsfotografie nicht steuern, nur abwarten und nutzen. Die meisten professionellen Landschaftsfotografen planen ihre Aufnahmen deshalb gezielt um die "goldene Stunde" kurz nach Sonnenaufgang oder vor Sonnenuntergang. Dann ist das Licht weich und die Schatten sind lang, aber nicht hart.
Dazu kommt oft erheblicher logistischer Aufwand: schwer zugängliche Standorte und lange Wander- oder sogar Anreisezeiten vor Sonnenaufgang. Die Ausrüstung muss zudem Witterungseinflüssen wie Kälte, Nässe oder starkem Wind standhalten. Wer großformatige Abzüge plant, arbeitet zudem häufig mit Techniken wie Focus-Stacking oder mehreren belichteten Aufnahmen. Diese werden erst in der Nachbearbeitung zu einem einzigen, durchgehend scharfen Bild zusammengeführt.
Ein weiterer Aspekt betrifft die schiere Bildgröße: Landschaftsfotografie wird häufig großformatig ausgestellt oder gedruckt, teils mehrere Meter breit. Das verlangt extrem hochauflösendes Ausgangsmaterial und eine entsprechend sorgfältige Nachbearbeitung. So bleiben auch aus kurzer Distanz noch feinste Details sichtbar, statt in der Vergrößerung unscharf zu wirken. Das gilt längst nicht nur für klassische Naturfotografie, sondern ebenso für die besten Landschaftsfotografen Deutschlands im großformatigen Ausstellungsbetrieb.
Auch die Wahl des Objektivs spielt bei der Landschaftsfotografie eine größere Rolle als in vielen anderen Genres. Weitwinkelobjektive betonen die Tiefe einer Szene und eignen sich für Panoramen mit vielen Ebenen von Vordergrund bis Horizont. Teleobjektive komprimieren dagegen die Distanz zwischen einzelnen Bildelementen und rücken entfernte Bergketten oder Wolkenformationen optisch näher zusammen.
Filter wie Polarisationsfilter oder Grauverlaufsfilter helfen zusätzlich, Reflexionen zu reduzieren oder den Helligkeitsunterschied zwischen hellem Himmel und dunklerem Vordergrund auszugleichen. Das geschieht direkt bei der Aufnahme, statt alles erst am Rechner zu korrigieren.
Zwei der besten Landschaftsfotografen Deutschlands im Überblick
Andreas Gursky
Düsseldorf
Andreas Gursky, 1955 in Leipzig geboren und in Düsseldorf ansässig, studierte ebenso wie Candida Höfer bei Bernd Becher an der Kunstakademie Düsseldorf. Er gilt als einer der weltweit bekanntesten zeitgenössischen Fotografen. Bekannt ist er für großformatige Aufnahmen von Landschaften und weiten industriellen oder urbanen Panoramen mit außergewöhnlicher Detailschärfe.
Quelle: Wikidata ↗Nicholas Roemmelt
Tirol / Österreich
Nicholas Roemmelt arbeitete zunächst als Zahnarzt, bevor er sich vollständig der Berg- und Landschaftsfotografie in den Alpen widmete. 2017 veröffentlichte er sein Buch "More Than Mountains". Heute ist er international für seine dynamischen Alpin-Aufnahmen bekannt. Oft setzt er dabei Bergsportlerinnen und Bergsportler als Größenreferenz in der Landschaft ein.
Offizielle Website ↗Beide zeigen sehr unterschiedliche Wege in dasselbe Genre. Gursky kommt aus der akademischen Tradition der Düsseldorfer Fotoschule und wird international in Museen gezeigt. Seine Werke erzielten bei Auktionen wiederholt Rekordpreise für zeitgenössische Fotografie.
Roemmelt wechselte aus einem völlig anderen Beruf in die Fotografie. Heute arbeitet er eng mit Outdoor- und Sportmarken zusammen, deren Produkte er direkt in alpinem Gelände in Szene setzt. Beide prägen auf sehr unterschiedliche Weise, wie Landschaftsfotografen Deutschlands heute wahrgenommen werden.
„Ein Berggipfel wartet nicht auf den Fotografen – Wetter, Licht und Jahreszeit entscheiden."
Einen Landschaftsfotografen buchen: worauf es ankommt
Vor der Buchung lohnt sich die Frage, ob eine bestimmte Region oder ein bestimmter Bildstil gewünscht ist. Alpin-, Küsten- und Waldlandschaften verlangen jeweils andere Erfahrung und teils spezielle Ausrüstung. Wer ein konkretes Motiv im Kopf hat, teilt dies am besten frühzeitig mit. Manche Aufnahmen sind nämlich nur zu bestimmten Jahreszeiten oder Wetterlagen überhaupt möglich.
Auch die Nutzungsrechte sollten vorab geklärt werden, besonders wenn die Bilder für Kampagnen, Kalender oder großformatige Drucke verwendet werden sollen. Landschaftsbilder werden häufig über Jahre hinweg mehrfach lizenziert, weshalb klare vertragliche Regelungen von Anfang an sinnvoll sind.
Wer selbst kein konkretes Motiv vorgibt, sondern eine bestehende Bildserie lizenzieren möchte, profitiert von einem Vorteil. Viele Landschaftsfotografen führen nämlich umfangreiche Archive früherer Reisen und Shootings. Oft lässt sich passendes Material dort finden, ohne ein neues, wetterabhängiges Shooting planen zu müssen.
Bei internationalen oder alpinen Projekten lohnt sich zudem ein Blick auf die Vorlaufzeit. Bergwetter ändert sich oft kurzfristig, weshalb erfahrene Landschaftsfotografen ihre Reisepläne flexibel halten und mehrere mögliche Zeitfenster einplanen.
Wer ein festes Datum vorgibt, etwa für eine Kampagne mit Redaktionsschluss, sollte dies frühzeitig ansprechen. So kann der Fotograf alternative Locations oder Ausweichtermine vorbereiten, falls das ursprünglich geplante Motiv wetterbedingt ausfällt. Auch Versicherungsfragen für Ausrüstung in schwer zugänglichem Gelände gehören in ein solches Vorgespräch.
Häufige Fragen
Was kostet professionelle Landschaftsfotografie?
Die Lizenzierung bestehender Aufnahmen beginnt oft schon bei einigen hundert Euro pro Bild. Ein individuell geplantes Shooting mit Reise, Wetterabhängigkeit und mehreren Tagen vor Ort liegt entsprechend deutlich höher. Auch der Umfang der eingeräumten Nutzungsrechte, etwa für Werbung oder Großformatdrucke, wirkt sich spürbar auf den Endpreis aus.
Warum entstehen viele Landschaftsfotos zur goldenen Stunde?
Das Licht kurz nach Sonnenaufgang oder vor Sonnenuntergang ist weicher und wärmer als am Mittag. Es wirft längere, aber weniger harte Schatten und modelliert Landschaften dadurch plastischer. Zusätzlich sorgt der niedrige Sonnenstand für kräftigere Farbtöne im Himmel, die tagsüber meist blasser wirken.
Was ist Focus-Stacking?
Dabei werden mehrere Aufnahmen derselben Szene mit jeweils unterschiedlichem Schärfepunkt gemacht. In der Nachbearbeitung werden sie zu einem einzigen Bild zusammengeführt, das von vorne bis hinten durchgehend scharf wirkt. Die Technik wird vor allem bei großformatigen Landschaftsdrucken eingesetzt, bei denen jede Bildebene erkennbar scharf bleiben soll.
Wie plant man ein wetterabhängiges Landschafts-Shooting?
Erfahrene Landschaftsfotografen planen meist einen Zeitpuffer von mehreren Tagen ein, statt sich auf einen einzigen fixen Termin zu verlassen. So können sie auf kurzfristige Wetteränderungen reagieren und einen Aufnahmetag verschieben, ohne die gesamte Reise umplanen zu müssen. Wetter-Apps mit stündlicher Vorhersage gehören dabei zur Standardausrüstung.
Braucht man für Landschaftsfotografie ein teures Stativ?
Ein stabiles Stativ gilt in der Landschaftsfotografie als sinnvolle Investition, muss aber nicht extrem teuer sein. Wichtiger als der Preis sind geringes Gewicht für lange Wanderungen und Stabilität bei Wind. Gerade bei langen Belichtungszeiten, etwa für fließendes Wasser, verhindert ein gutes Stativ verwackelte Aufnahmen zuverlässig.
Wie werden Landschaftsbilder üblicherweise lizenziert?
Landschaftsbilder werden meist über zeitlich oder regional begrenzte Nutzungsrechte lizenziert, etwa für eine Kampagne oder einen Kalenderjahrgang. Manche Fotografen bieten daneben unbegrenzte Rechte gegen einen höheren Einmalpreis an. Welches Modell passt, hängt vom geplanten Einsatzzweck und der gewünschten Exklusivität der Bilder ab.
Wer unsicher ist, welcher Stil zum eigenen Projekt passt, sieht sich am besten ein vollständiges Portfolio über mehrere Regionen und Jahreszeiten hinweg an. Wetterglück allein macht schließlich noch kein wiederholbares Ergebnis – Erfahrung und Planung schon.
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